EMDR und Trauma

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing

 

EMDR ist eine effektive und wissenschaftlich fundierte Methode zur Behandlung von verschiedenen psychischen Störungen und Traumata. Hintergrund ist die Vorannahme, dass manche unserer Probleme durch Blockaden unseres neuronalen Netzwerkes entstehen. Man geht davon aus, dass die Teile des Netzwerkes dadurch isoliert und in der Wahrnehmung dauerhaft als "Problem" identifiziert werden. Anhand von gezielt angeleiteten Bewegungen der Augen sollen nachhaltig Prozesse im neuronalen Netzwerk wieder aktiviert und neue Verbindungen geschaffen werden, d. h. die Verarbeitung soll angeregt werden. 

 

Bei einer Traumatisierung bleibt der Mensch in der traumatischen Situation „stecken“, mit wiederkehrenden Bildern, Körpersensationen, Unruhezuständen usw. Die Psyche ist schockgefroren, die normale Verarbeitung der Belastung im Gehirn ist unterbrochen. Hier setzt EMDR an, um durch die bifokale Stimulation den Verarbeitungsprozess fortzusetzen und zu unterstützen.

 

 

Mögliche Anwendungsgebiete für EMDR:

 

 

 

 

Trauma

 

"Ein Trauma ist die am meisten vermiedene, ignorierte, verleugnete, missverstandene und unbehandelte Ursache menschlichen Leidens. Bei einem Trauma geht es um den Verlust der Verbindung zu uns selbst, zu unserem Körper, zu unseren Familien, zu anderen Menschen und zu der uns umgebenden Welt." Peter Levine

 

Traumatische Ereignisse sind außergewöhnlich, weil sie die normalen Bewältigungsmechanismen des Menschen an das Leben überwältigen. Die Zutaten eines Traumas sind Gefühle intensiver Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit und das Gefühl des Ausgeliefertseins.

 

Daraus können sich depressive Störungen, anhaltende Erinnerungen und Wiedererleben (Flashbacks), Vermeidungsverhalten und die dauerhafte Erschütterung des Selbst und des Weltverständnisses entwickeln.

 

Elemente der Traumatherapie sind Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und möglicherweise die Traumabegegnung und Integration. Es muss nicht immer konfrontiert werden, manchmal reichen schon die Stabilisierung und das Erlernen von einfachen Bewältigungsmethoden wie Affekt- und Triggerkontrolle.

 

Bei einem Trauma geht es um den Verlust von